

Mi, 10. Dezember 2025, 18:00 Uhr
Vortrag von Dr. Martin Raspe, Bibliotheca Hertziana - Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte
Römische Körper, Haarlemer Hände: Hendrick Goltzius und die Skulptur.
Immer wieder firmiert Hendrick Goltzius mit dem Zusatz "sculpsit" oder "sculptor". In der Tat zeigen seine Kupferstiche ein besonderes Interesse für die dreidimensionale, skulpturale Wirkung des menschlichen Körpers. Ein extremes Beispiel ist der bekannte, oft als "Knolleman" bezeichnete Herkules von 1589. Trotz extremer Widrigkeiten reist Goltzius im Januar 1591 nach Rom, um erstmals antike Statuen in Augenschein zu nehmen. Mit nach Hause bringt er nicht nur zahlreiche Antikenzeichnungen, sondern auch Portraits lebender Kollegen und sechs „Meisterstiche“, in denen er die Stile der berühmtesten Künstler der Neuzeit nachahmt.
Von besonderer Symbolkraft ist seine eigene Hand, die den Grabstichel führt und das Bild physisch hervorbringt. Sie wird zur Allegorie seines eigenen künstlerischen Schaffens und zum Gleichnis für die neue Rolle der Kunst in den freien Niederlanden.
● Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Treffpunkt im Foyer.
● Für Vereinsmitglieder ist der Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

Mi, 10. Dezember 2025, 18:00 Uhr
Vortrag von Dr. Martin Raspe, Bibliotheca Hertziana - Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte
Römische Körper, Haarlemer Hände: Hendrick Goltzius und die Skulptur.
Immer wieder firmiert Hendrick Goltzius mit dem Zusatz "sculpsit" oder "sculptor". In der Tat zeigen seine Kupferstiche ein besonderes Interesse für die dreidimensionale, skulpturale Wirkung des menschlichen Körpers. Ein extremes Beispiel ist der bekannte, oft als "Knolleman" bezeichnete Herkules von 1589. Trotz extremer Widrigkeiten reist Goltzius im Januar 1591 nach Rom, um erstmals antike Statuen in Augenschein zu nehmen. Mit nach Hause bringt er nicht nur zahlreiche Antikenzeichnungen, sondern auch Portraits lebender Kollegen und sechs „Meisterstiche“, in denen er die Stile der berühmtesten Künstler der Neuzeit nachahmt.
Von besonderer Symbolkraft ist seine eigene Hand, die den Grabstichel führt und das Bild physisch hervorbringt. Sie wird zur Allegorie seines eigenen künstlerischen Schaffens und zum Gleichnis für die neue Rolle der Kunst in den freien Niederlanden.
● Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Treffpunkt im Foyer.
● Für Vereinsmitglieder ist der Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
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